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Universalprogrammiergerät hed.chip, Version 3.24 hed-chip

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Bedienung

Letztlich führt immer das DOS-Programm HEDCHIP.EXE die Programmierung durch. Es setzt die Befehle des Anwenders und die Quelldatei in Befehle für den Programmer um. Trotzdem braucht niemand, der es nicht will, sich mit den Feinheiten der DOS-Kommandozeile zu beschäftigen.

hed.chip kann auf drei verschiedene Arten bedient werden:

  1. Mit dem Windows Programm HC95. Eine grafische Benutzeroberfläche mit angeschlossener Datenbank gestattet die Auswahl von Bausteinen, Dateien und Parametern. Aus den Eingaben des Benutzers erzeugt HC95 eine DOS-Kommandozeile, die dann voll automatisch ausgeführt wird. Es stehen deutschsprachige Hilfedatei und Erklärungen zu Fehlern des Programmiergeräts zur Verfügung. Abhängig von der eingestellten Sprache des Rechners, wird automatisch die englische oder deutsche Version der Meldungen angezeigt.
  2. Die mit HC95 erzeugte DOS-Kommadozeile kann auch in eine Batchdatei gespeichert werden. Dies bietet sich an, wenn hed.chip an einem anderen Rechner ohne Windows 95 angeschlossen ist. Mit HC95 erzeugte Batchdateien können auch wieder eingelesen werden. Auf diese Weise können einmal erarbeitete Programmer-Aufrufe jederzeit exakt wiederholt werden.
  3. Direkt mit HEDCHIP.EXE an der DOS-Eingabeaufforderung.

Windows: HC95

Screenshot HC95 - Benutzeroberfläche zum Programmiergerät

Das Hauptfenster von HC95

Die Bedienelemente sind in Gruppen in der Reihenfolge angeordnet, in der man sinnvollerweise die Eingaben vornimmt:

  1. Auswahl des Bausteins. Durch Click auf den Button "auswählen" gelangt man zu einem Bildschirm, der die Liste der verfügbaren Bausteine anzeigt. Mehr dazu unten. Benutzer, die mit der Kommandozeile vertraut sind, können das Bausteinmnemonic auch direkt im Editierfeld eingeben. Das setzt allerdings jegliche Überprüfung der Eingaben durch HC95 außer Kraft.
  2. Auswahl der Funktion. Hier wird bestimmt, ob der Baustein programmiert, mit einer Datei verglichen, ausgelesen, gelöscht, oder auf leer getestet werden soll.
  3. Auswahl der Quell- oder Zieldatei: Hier wird ausgewählt, welche Datei in den Baustein programmiert werden soll, mit welcher Datei der Baustein verglichen werden soll oder in welche Datei der Baustein ausgelesen werden soll.
  4. Programmer-Optionen:
    1. vorher löschen: HEDCHIP.EXE führt vor der Programmierung automatisch immer einen Leertest aus. Wenn diese Option aktiviert ist, wird ein nicht-leerer Baustein automatisch gelöscht.
    2. danach verifizieren: Diese Option veranlaßt den Programmer, nach der Programmierung automatisch ein Verify (Vergleich mit der Quelldatei) auszuführen.
    3. LPT1 benutzen, LPT2 benutzen: Mit diesen Optionen kann die automatische Druckerporterkennung (Plug and Prog) umgangen werden. Das kann sinnvoll sein, wenn dadurch Konflikte entstehen oder mehr als ein Programmiergerät hed.chip angeschlossen ist.
  5. Baustein-Optionen: Manche Bausteine verfügen über zusätzliche Features, wie z.B. Schreib- und/oder Leseschutz. In der Listbox werden die jeweils verfügbaren Optionen zur Auswahl angeboten.

Screenshot Bausteinauswahl aus der Datenbank

Bausteine auswählen:

Hinter HC95 steht eine Datenbank mit allen programmierbaren Bausteinen und deren Eigenschaften. Der zu programmierende Baustein muß aus der großen Liste in der Fenstermitte ausgewählt werden. In den Feldern unter der Liste werden die Eigenschaften des gewählten Bausteins angezeigt. Die Liste ist recht lang. Von "A" wie AMD bis zu "X" wie Xicor in der Liste zu wandern, wäre ziemlich mühselig. Deshalb kann mit den vier Feldern über der Liste die Auswahl eingeschränkt werden. Es können Hersteller (engl. Vendor), Bausteinbezeichnung (engl. Device) und die Einteilung der Bausteine in Haupt- und Untergruppen (main_typ, sub_typ) als Kriterium benutzt werden. Jede beliebige Kombination und die unbegrenzte Verwendung von Wildcards '?' und '*' sind möglich. Zum Beispiel: "*28F*" im Feld Device führt zur Anzeige aller FLASH-Bausteine, die in ihrer Bezeichnung an beliebiger Stelle die Buchstaben "28F" enthalten. Das '?' ersetzt dabei genau ein Zeichen, das '*' ersetzt 0 bis beliebig viele Zeichen in der Zeichenkette.

Favoriten: häufig benötigte Bausteintypen

Für Bausteine, die immer wieder mit hed.chip bearbeitet werden sollen, gibt es eine bessere Auswahlmöglichkeit als die Suche in der Datenbank. Man kann diese Bausteine zu "Favoriten" erklären.

Button Hinzufügen zu Favoriten Je nach dem, ob ein Baustein bereits Favorit ist, bietet der Button die Möglichkeit, den Baustein zu den Favoriten hinzuzufügen ...
Button Entfernen aus Favoriten   ... oder ihn aus den Favoriten wieder zu entfernen.
Checkbox Favoriten zeigen   Wenn man dann die Anzeige auf "nur Favoriten zeigen" umstellt, bekommt man seine ganz persönliche Auswahl an Bausteinen angezeigt.

Mit HC95 programmieren

Jetzt sind alle notwendigen Eingaben gemacht. In der Box "DOS Befehlszeile(n)" unten rechts, zeigt HC95 die erzeugte Kommandozeile an. Bei Bausteinen, die besondere Behandlung vor der Programmierung erfordern, können es auch mehrere Zeilen sein.

Mit "Ausführen" kann die erzeugte Kommandozeile ausgeführt werden. HC95 öffnet ein DOS-Fenster und führt darin die erzeugten Kommandozeilen aus. Nach Beendigung wird das Fenster automatisch geschlossen und eine Erfolgsmeldung oder eine Fehlermeldung angezeigt.

Mit "BAT speichern" kann die Kommandozeile als Batch-Datei abgespeichert werden.

Windows: Mit HC95 Batch-Dateien arbeiten

Die mit "BAT speichern" erzeugte Batch-Datei kann z.B. auf einem anderen Rechner benutzt werden. Dieser Weg bietet sich an, wenn der Rechner nicht über Windows verfügt. Die Batch-Datei kann von HC95 mit "BAT laden" auch wieder eingelesen werden. Auf diese Weise können Programmierungen immer wieder auf exakt die gleiche Weise wiederholt werden.

Windows: HC95 Default-Einstellungen

Default-Einstellungen dienen der Arbeitserleichterung. Wer z.B. hed.chip an LPT2 angeschlossen hat, möchte vielleicht die Einstellung der Schnittstelle als Default-Einstellung beim Start von HC95 automatisch laden.

Beim Starten von HC95 kann der Name einer von HC95 erzeugten Batch-Datei angegeben werden. Wenn kein Dateiname angegeben wird, werden die Einstellungen aus der Datei DEFAULT.BAT geladen.

  1. Einstellungen als Default abspeichern:
  2. Wenn die aktuellen Einstellungen automatisch beim nächsten Start von HC95 wiederhergestellt werden sollen, speichern Sie diese mit der Funktion "BAT speichern" unter dem Namen
    DEFAULT.BAT im Verzeichnis von HC95 ab.
  3. Sinnlose oder fehlerhafte Default-Einstellungen beseitigen:
  4. Löschen Sie im Verzeichnis von HC95 die Datei DEFAULT.BAT. Beim nächsten Start von HC95 wird automatisch eine neue Datei DEFAULT.BAT erzeugt.
  5. Verschiedene Einstellungen verwalten:

Wenn Sie bestimmte Programmieraufgaben immer wieder ausführen müssen, können Sie die dafür notwendigen Einstellungen in einigen Batch-Dateien abspeichern. Auf dem Desktop oder im Startmenü können Sie Verknüpfungen auf HC95 unter Angabe einer solchen Batch-Datei erzeugen.

Das geht so: Erstellen Sie auf dem Desktop eine Verknüpfung auf HC95.EXE. Editieren Sie dann die Eigenschaften. Im Feld "Ziel" fügen Sie hinter "<Pfad>\HC95.EXE" ein Leerzeichen und dann den Namen Ihrer Batch-Datei ein.

DOS: HEDCHIP.EXE

Wer ohnehin mit DOS arbeitet oder den Programmeraufruf in eigene Entwicklungsumgebungen einbinden möchte, kann direkt mit HEDCHIP.EXE arbeiten. Für den Einbau des Aufrufs in eigene Entwicklungsumgebungen sind die DOS-Returncodes in Kapitel 3 aufgelistet.

Die Bedienung von HEDCHIP.EXE erfolgt ausschließlich über Parameter in der Kommandozeile. Alle Parameter beginnen mit einem Schrägstrich ‘/’ (Shift-7). Nur der Dateiname der Quelldatei wird ohne ‘/’ als letzter Parameter aufgeführt. Alle anderen Parameter können in beliebiger Reihenfolge aufgeführt werden. HEDCHIP.EXE interpretiert den ersten Parameter ohne Schrägstrich ‘/’ als Dateinamen und beendet die Bearbeitung der Kommandozeile.

Die Kommandozeile muß immer folgende Elemente enthalten:

Bausteinmnemonic:

/gMnemonic; z.B. /ga16v8, /gi87c5x, etc.

Befehlsparameter:

/? Kommandoübersicht ausgeben
/b Bausteinliste ausgeben
/d Direkt Modus (unterdrückt Tastaturabfragen)
/e Baustein löschen
/l Leertest
/p Baustein programmieren
/r Baustein in Datei auslesen
/v Baustein mit Datei vergleichen

Zu den Befehlsparametern /p (Programmieren), /r (Auslesen) und /v (Vergleichen) ist die Angabe des Dateinamens der Quell- bzw. im Falle von /r der Zieldatei erforderlich.

HEDCHIP.EXE verarbeitet als Quelldatei JEDEC-Dateien, Dateien im Intel HEX-Format und Binärdateien. Geeignete JEDEC-Dateien können mit CUPL, Gal Development System GDS3.5 oder easyABEL erzeugt werden. Die in diesen Dateien enthaltenen Prüfsummen werden nicht beachtet. Es muß immer der vollständige Dateiname inklusive Extension, zum Beispiel .JED, .HEX oder .BIN, angegeben werden. Dateien mit den Extensions .JED bzw. .HEX werden automatisch in ein binäres Datenformat umgewandelt. Alle andere Extensions werden als Binärdaten interpretiert und direkt ohne weitere Umwandlung in den Baustein programmiert.

Zu dem Befehlsparameter /p (Programmieren) können folgende, optionale Parameter zusätzlich angegeben werden:

/e:
Baustein automatisch löschen, wenn nicht leer.
/sn:
Security-Bits programmieren. Für ‘n’ muß die Nr. des zu programmierenden Bits eingesetzt werden. Beispiele: /s1, /s2 oder /s3
/v:
Programmierung bzw. Löschvorgang verifizieren
 

HEDCHIP.EXE findet die Schnittstelle, an der das Programmiergerät angeschlossen ist, automatisch. Diese Automatik kann durch explizite Angabe der Schnittstelle übergangen werden:

/lpt1 hed.chip an LPT1
/lpt2 hed.chip an LPT2
 

Mit dem Befehlsparameter /r wird der Baustein in eine Datei, die Zieldatei, ausgelesen. Einfache PLDs, 16V8, 20V8, 18V10, 22V10 und 20RA10, werden in JEDEC-Dateien ausgelesen. Damit eine solche Datei wieder in einen anderen Baustein programmiert werden kann, muß ein Dateiname mit der Extension .JED angegeben werden. Alle anderen Bausteine, komplexe PLDs, Microcontroller und Speicher werden in Binärdateien ausgelesen. Dabei darf kein Dateiname mit den Extensions .HEX oder .JED angegeben werden.

Falls bereits eine Datei mit dem als Zieldatei angegebenen Dateinamen existiert, wird diese ohne Warnung überschrieben.

Bei den Befehlen /p (Programmieren) und /v (Vergleichen) verwendet hed.chip immer das Minimum von Bausteingröße und Quelldatei. Es gibt keine Fehlermeldung, wenn die Quelldatei für den verwendeten Baustein zu groß ist.

Der Direkt Modus:wird mit dem Parameter /d aktiviert. Dieser Parameter ist für die Verwendung in Batch-Dateien gedacht. Im Direkt Modus werden vom Benutzer keinerlei Tastatureingaben abgefragt. Die Software übergeht Abfragen "weiter mit Taste" ohne anzuhalten. Abfragen, bei denen die Auswahl "Ja / Nein / Abbruch" geboten wird, werden automatisch mit "Ja" beantwortet. Bei der Erstellung von Batch-Dateien sollte man das Batch zunächst ohne den Parameter /d testen. Wenn alle Möglichkeiten (mit und ohne eingesetzten Baustein, leerer oder programmierter Baustein) getestet sind, kann man störende Abfragen mit dem Parameter /d unterdrücken.